Über mich

Ich bin Jenny Latz.
Seit meiner frühen Jugend schreibe ich — manchmal auf Zetteln, manchmal in Heften, oft mitten aus dem Leben heraus. Worte waren für mich immer eine Heimat: ein Ort, an dem Gefühle Platz finden, Erinnerungen leben dürfen und das Unausgesprochene zum Leben erwacht.
Viele meiner Texte entstanden handschriftlich, im Vorübergehen.
Im Zug, im Café, nachts am Küchentisch, in Momenten, in denen das Leben forderte, festgehalten zu werden. Über fünf Jahrzehnte hinweg habe ich so ein stilles Archiv geschaffen, Zeile für Zeile, Jahr für Jahr. Einige dieser Gedanken wurden zu Büchern — Sachbüchern, meiner Autobiografie — doch das Schreiben selbst war immer ein leiser Dialog mit mir und der Welt.
Heute, mit siebzig Jahren, möchte ich dieses Vermächtnis öffnen.

Ich möchte kein Teil des Literaturbetriebs mehr sein. Diese Website ist keine Bühne, kein Ort des Urteilens. Sie ist ein Raum für Worte, die frei sein dürfen. Ein Ort für all das, was mich durchs Leben begleitet hat — für Texte, die ich nun mit euch teile, ohne Erwartungen, ohne Bedingungen.
Ich habe bewusst auf Kommentare und Kontaktmöglichkeiten verzichtet.
Ich möchte keine E-Mails beantworten müssen, keine Reaktionen sammeln, keine Stimmen sortieren.
Meine Texte stehen für sich. Sie gehören allen, die sich von ihnen berühren lassen wollen. Wem meine Worte Freude schenken, dessen Freude erreicht mich, auch wenn sie wortlos bleibt. Wem sie nicht gefallen, dem wünsche ich, dass er woanders findet, was er sucht.
Hier wird auch Stück für Stück mein Buch über meinen Großvater erscheinen — ein Werk, das langsam wächst, Kapitel für Kapitel, wie ein Erbe, das behutsam ans Licht kommt.
Danke, dass du hier bist.
Vielleicht bleibt ein Gedanke bei dir.
Vielleicht nur ein Satz.
Vielleicht ein kleines Echo.
Mehr braucht es nicht.

Deine Jenny Latz

 

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